Manolo Blahnik: Ein Designer wird zum Synonym für extravagante Schuhe

Es ist ein Klischee und trotzdem ist es wahr. Frauen lieben Schuhe. In allen Formen und Farben. Ob verrückt oder edel, hochhackig oder flach, quietschebunt oder einfarbig: Viele Frauen können kaum genug bekommen von der Mode für den Fuß. Es kann also kaum ein spannenderes Arbeitsfeld geben als Schuhdesign…

Wer erinnert sich nicht an das Damen-Quartett von „Sex In The City“ und seinen Tick für die Werke des Schuhdesigners Manolo Blahnik. Da der Mann auch im wahren Leben und eben nicht nur in der Fernsehserie existierte, steigerte sich der Wert seiner Marke sprungartig. Extravagante Schuhe hatten plötzlich einen neuen Namen: Manolo Blahnik. Dabei war Sarah Jessica Parker gar nicht der erste Serienstar mit Blahniks an den Füßen: Bereits 1991 läuft Zeichentrickfigur Marge Simpson mit Pantoletten des Designers über den Bildschirm.

Als Sex And The City –Blondine Carry 1998 das erste Mal von den Kunstwerken des Schuhdesigners schwärmte, dachten viele Zuschauer sicher an eine Kunstfigur. Dabei entwarf der in Palma geborene Blahnik schon mehr als 30 Jahre Schuhe, vor allem für Damen. Bis in die 1990er blieb er trotz der Arbeit für Designer wie Yves Saint Laurent, Christian Dior, Calvin Klein, John Galliano und Michael Kors ein Geheimtipp in Promikreisen.
Der große Ruhm hätte dem 1942 geborenen Manolo Blahnik schon viel früher zuteil werden können, schließlich entwarf er bereits zu Beginn seiner Karriere Stilettos für Bianca Jagger, die darin ihren Einstand im berühmt-berüchtigten Studio 54 feierte. Einige Jahre zuvor hatte eine Freundin den Kostüm- und Bühnenbildner Blahnik der damaligen Chefin der Vogue USA, Diana Vreeland, vorgestellt, die ihn ermunterte sich auf Schuhe zu spezialisieren. Seither hat der Dersigner etwa 11.000 Modelle entworfen, die er in seinen Haus in England auch tatsächlich „archiviert“.

Noch immer skizziert Manolo Blahnik jeden Schuh selbst, baut die Leisten für die Prototypen und modelliert die Absätze. Er überwacht die Produktion und auch die Werbekampagnen für seine Schuhe. Im Laden kosten die Kunstwerke für den Fuß ab 300 Dollar aufwärts, bei einer Charity-Veranstaltung wurde auch schon einmal 10.000 Dollar für ein Paar geboten. In den USA ist „Monolos“ mittlerweile zum Synonym für extavagante Schuhe geworden. Doch Blahnik ist nicht nur kommerziell erfolgreich: Für seine Arbeit als Designer erhielt er schon zahlreiche hochrangige fachliche Auszeichnungen wie der Ehrung als „Accessory Designer of the Year“ durch den British Fashion Council 1990 und 1999.

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